Nala ❤ América del Sur

nuestro viaje inolvidable

05Dezember
2018

parte 2: Baños de Agua Santa

Unser zweiter Part in Ecuador ist leider auch schon vorbei. Wir sind am 29. Über Nacht nach Quito gefahren, um dort einen Bus nach Baños de Agua Santa zu nehmen. Dies ist ein kleiner Ort umrandet vom Regenwald im Osten von Ecuador. Schon auf dem Weg dorthin sahen wir wie sich die Bäume veränderten, es wurde bergiger und alles war grün. Für die erste Nacht hatten wir ein Hostel direkt am Kirchplatz mit einem mini Balkon, wo wir aber draußen in einer Kabine duschen mussten und mich direkt eine Spinne überrascht hat.

Baños de Agua Santa

Dann sind wir zu dem „Pailon del Diablo“, dem höchsten Wasserfall von Ecuador, der circa 80 Meter misst. Es gab Wege, wo wir kriechen mussten und hinter dem Wasserfall hindurch konnten, deswegen habe ich mir vorher ein Regenponcho geholt, weil man sonst geduscht hätte. Beim zweiten Aussichtspunkt hat man von oben von Hängebrücken auf den Wasserfall hinunter geschaut, was eine unvergessliche Aussicht war.

Pailon del Diablo- Strudel des Teufels

Geschafft von der Nachtfahrt sind wir augenblicklich eingeschlafen. Am nächsten Tag ging es dann in den richtigen Regenwald. Wir hatten eine ganztägige Tour gebucht, die 12 Stunden ging. Unser erster Halt war an einem Aussichtspunkt, wo man über das „Amazonasgebiet“ gucken konnte, der Pastaza ist jedoch nur ein Nebenfluss des Amazonas. Weiter ging es zum Affenreservat, wo uns vor Affen gewarnt wurde, die auf uns springen und beißen. Leider kamen wir den Affen nicht so nah, da viele auch hinter Zäunen oder Käfigen waren. Es ist jedoch eine Station die verletzte oder kranke Affen aus dem Regenwald holt und sie für 2 Monate aufpeppelt, weswegen die Käfige einem nicht das „Zoo“ Gefühl gegeben haben.

Nach einer Kanufahrt auf dem Pastaza sind wir zu einem anderen Aussichtspunkt, wo wir an einer Liane schwingen konnten!! Es war unglaublich und ich hätte mich nicht getraut, wenn Felix nicht vor gegangen wäre. Der Sprung ins nichts und dann das weite Schwingen in den Abgrund war einen Adrenalinkick wert. Zudem konnte man in Hängematten noch den Ausblick nach dem herzklopfenden Sprung genießen. (Felix und ich durften sogar zwei Mal springen)

Lianensprung und Kanufahrt

Nächster Stopp war das Mittagessen, wonach wir zu Fuß mit Machete durch den Regenwald sind. Unser Guide ist im Regenwald aufgewachsen und hat uns deswegen unendlich viel erklärt und gezeigt, von Pflanzen sowie Tieren bis hin zum traditionellen nutzen der Natur durch die Stämme. Wir haben eine Schlammmaske bekommen, die wir dann am Ende unserer Tour am Wasserfall abwaschen konnten. Hier durften wir schwimmen und uns kurz entspannen, bevor es weiter zu den Einheimischen des Regenwaldes ging.

Der Stamm hat uns mit einem Getränk begrüßt, bei dem uns davor gewarnt wurde es  nicht zu trinken, da sie es sonst für sehr respektlos interpretieren. Nach den drei eklig süßen Schlucken wurde uns dann ganz fröhlich von einem Mann des Stammes erklärt, dass der Saft aus einer Frucht gemacht wird, die circa 2 Stunden lang von allen Frauen des Stammes im Mund durchgekaut wird.

Als wir es dann ein zweites Mal in der großen Schale gereicht bekommen haben, taten Felix und ich nur so als tränken wir, um unseren Würgereiz zu unterdrücken. Danach wurde es aber noch super, als uns ein Tanz vorgeführt wurde und wir ihre Kleidung anprobieren durften. Zuletzt haben wir noch ihre Boa Konstriktor gestreichelt und durften den Papagei halten. Ein erlebnisreicher und super interessanter Tag!

Leider ging unser Kreditkartenproblem an dem Tag wieder los… welches wir jetzt zum Glück gelöst haben. Trotzdem haben wir am nächsten Tag bis 13 Uhr nichts gegessen und bis 16 Uhr nichts gemacht, sondern sind durch die Stadt gegangen um Leute nach „cashout“ zu fragen. Zuletzt hat aber doch alles geklappt und wir sind auf die Hügel von Baños, wo wir in den Höhen geschaukelt haben.

Gestern ging es dann zurück mit dem Bus nach Guayaquil und heute fliegen wir fast den ganzen Tag um nach La Paz, Bolivien zu kommen. Ich sitze gerade am Flughafen von Lima und lade jetzt meinen Blogeintrag hoch. Felix und ich haben jetzt schon Reise-Halbzeit, also bin ich ganz bald auch wieder zu Hause! Ich freue mich auf euchkiss